Steuler Elektrolytreinigung (SEP)

Zur Vorbehandlung in Edelstahlbandbeizanlagen wird häufig ein elektrolytischer Beizprozess angewandt unter Verwendung von ca. 20 % Natriumsulfatlösung. Der Elektrolyt selbst wird während dieses Prozesses nicht verbraucht. Metalle wie Eisen(III), Nickel(II) und Chrom(III) werden als Metallhydroxide in der neutralen Lösung ausgefällt. Um eine längere Lebensdauer des Elektrolyten zu erzielen, müssen auch die durch Oxidation entstandenen Chrom(VI)-Verbindungen, die nicht direkt als Feststoff entfernt werden können, aus dem Elektrolyt entfernt werden. Dies wird mit Hilfe des Steuler Elektrolytreinigungsverfahrens (SEP) durch Reduzierung von Chrom(VI) erreicht.

  • Hohe Rückgewinnungsrate des neutralen Elektrolyten
  • Betriebskosteneinsparung durch verringerten Schlammanfall zur Entsorgung in der Abwasserbehandlunganlage
  • Einfacher Anlagenaufbau und Einsatz von erprobter Ausrüstung

Verfahrensbeschreibung

Das Reduktionsverfahren beruht auf der Reduzierung von Chrom(VI) unter Verwendung von Reduktionsmitteln wie Wasserstoffperoxid oder Natriumbisulfit bei niedrigem pH-Wert.

Zunächst erfolgt die pH-gesteuerte Zugabe von Schwefelsäure zur Reduzierung des pH-Wertes. Gleichzeitig wird Reduktionsmittel rH-gesteuert zudosiert, um Chrom(VI) zu Chrom(III) zu reduzieren.

Danach wird die Flüssigkeit mit Natronlauge neutralisiert und die gelösten Metalle als Metallhydroxide ausgefällt. Die gebildeten Partikel flocken aus, setzen sich ab und werden in einer Kammerfilterpresse entwässert.

Die zudosierte Natronlauge and Schwefelsäure bilden neue Elektrolytlösung, um den Verlust in dem Filterkuchenwasser und von Verschleppungsverlusten auf der Bandoberfläche zu ergänzen.